Sterilisation

Sterilisation hat das Ziel, sämtliche anhaftende Mikroorganismen, einschl. bakterieller Sporen, abzutöten bzw. zu inaktivieren.

Die Dampf-Sterilisation ermöglicht eine schnelle Wärmeübertragung und wird als universelle Sterilisationsmethode bezeichnet.

Die DIN EN 13060/1 bis 4 regelt seit Januar 2005 die Anforderungen an die Inbetriebnahme und den Betrieb von "Dampf-Klein-Sterilisatoren“ und unterteilt die Dampf-Sterilisatoren je nach Leistungsvermögen in die Programmklassen B, S, N.

Das fraktionierte bzw. mehrfache Vorvakuum-Verfahren ist das sicherste Dampf-Sterilisationsverfahren. Dieses Verfahren eignet sich für alle Instrumente – auch für alle Hohlkörperinstrumente, MIC-Instrumente, starre Endoskope, Zangen und Schlingen - sowie für alle standardisierten Einfach- und Mehrfachverpackungen.

Das Verfahren wird bei Klein-Autoklaven als Klasse B bezeichnet.

Sterilgutverpackung

Geeignet sind normenkonforme Verpackungen nach DIN EN ISO 11607. Die DIN EN ISO 11607-1 unterscheidet Sterilbarrieresystem, Schutzverpackung und Lagerungsverpackung.

Für Autoklaven der Klasse "S" oder "B" sind Klarsicht-Sterilverpackungen nach DIN EN 868-5 geeignet. Gebräuchlich sind Papier / Folienverpackungen, die mit einer Siegelnaht von mindestens 6 mm Breite verschlossen werden. Ein Zukleben der Verpackung ist nicht zulässig.

Sterilgutverpackungen sind zu kennzeichnen, zu kontrollieren, freizugeben und staubgeschützt separat zu lagern. Doppelte Verpackung darf die Dampfströmung nicht behindern, d. h. beide Papierseiten müssen übereinander liegen.

Die Zuverlässigkeit der Foliensiegelnahtgeräte ist regelmäßig zu überprüfen (Probesiegelnaht, Sealcheck-Teststreifen oder Tintentest und Siegelnahtfestigkeitsprotokoll).

Dokumentation + Freigabe

Zur Dokumentation gehören:
– Sterilisationsvorgänge müssen überprüft, dokumentiert und freigegeben werden.
- In Standardanleitungen sind die verantwortlichen Personen zu benennen, die Beladungen zu spezifizieren sowie die Routinekontrollen und Sterilisationzyklen aufzuzeichnen.
– Beauftragte müssen weisungsunabhängig sein.
Zur Freigabe gehören:
– Freigabe des Verfahrens (Routineprüfungen/-kontrollen)
– Freigabe der Charge
– Freigabe des Sterilgutes (Lagerung + erneute Anwendung)